Australien Juni 2013

 

 

Montag 03.06.2013
 
F(r)eiertag in Australien. Die letzte Woche in Perth ist angebrochen. Die Vorbereitungen zur großen Reise nach Cairns über den Ayers Rock sind angelaufen. Am Wochenende haben wir uns unserem Auto gewidmet. Endlich die überfällige Scheibe eingesetzt, einen Ölwechsel gemacht und unser gebraucht erstandenes Roof Rack montiert. :) Somit endlich mehr Platz im Autole. Die Route steht auch schon und hat es in sich. In 12 Tagen ist das Ziel 6500km zurück zulegen damit wir am 22.06. in Cairns auf Gerrit treffen und mit ihm die Gegend unsicher machen können. ;) 
Geplant ist die Abfahrt am frühen Samstagmorgen für die erste 700km Etappe auf unserer Reise. Bis dahin liegen noch 4 voll gepackte Tage vor uns. Mit Arbeiten, das letzte Equipment das uns noch fehlt zusammen zusuchen, Proviant einzukaufen, leider auch unser Häusle sauber machen :( :D und alle elektrischen Geräte ein letztes mal zu laden. 
Die Reise-Route könnt ihr auf unsere Karte nach vollziehen. 
Updates folgen :)

 

 

4.6.2013 bis 14.6.2013 

 

Letze Arbeitstage….. Gleichzeitig auch große Autoinspektion. Wir haben endlich unsere Scheibe ersetzen können und auch gleichzeitig selbst einen Ölwechsel vorgenommen um Geld zu sparen. Bruce war so freundlich und hat uns seine Tools benutzen lassen, somit konnten wir knappe 200$ sparen. Allerdings kam uns dann die Power Steering Pump in die Quere, da diese undicht war. Nach langem hin und her haben wir dann ein Power Steering Öl gefunden, welches Lecks abdichtet und somit ist das Problem fürs erste gelöst. Jetzt stand nur noch der Hausputz auf dem Plan und das Auto zu packen. 

 

16.6.2013 bis 21.6.2013

 

Geplant war gegen 9 Uhr los zufahren. Allerdings hat das Auto packen dann soviel Zeit in Anspruch genommen, dass wir erst um halb 1 los kamen. Die Erste Etappe ging nach Kalgoorlie, knappe 700km. Dort sind wir dann um 21 Uhr angekommen und haben uns dazu entschlossen, um das knappe Geld zu sparen, im Auto zu schlafen :D. Im sitzen!!!! Wir dachten schlimmer als im Flieger kann es eh nicht werden…… Falsch Gedacht. 

 

6 Uhr…. Früher Start. Geplant war die 1200km der Nullarbor plus die 180km von Kalgoorlie zu Schaffen. Man kann sagen, stur geradeaus fahren ist am schlimmsten um wach zubleiben. Angekommen sind wir dann um 23.30 Uhr in Ceduna. An der State Border haben wir eine Fruchtfliegen Kontrolle mitmachen müssen, da man nach South Australia kein Obst und Gemüse einführen darf. Allerdings haben wir nur einen unser zwei Tomatenbeutel abgegeben und Zwiebeln und Knoblauch hatten wir sowieso nicht - NICHT :D. Die Nacht haben wir dann wieder einmal im Auto verbracht, da die Bordsteine schon längst hoch geklappt waren. 

 

Der nächste Morgen nach ziemlich kurzer und unbequemer Nacht. Heute ging die Reise erst Um halb 9 weiter, da wir nur die 460 km bis Port Augusta vor uns hatten. Dort angelangt gönnten wir uns ein Motel um endlich mal wieder richtigen Schlaf zu bekommen, nach 2450 km und 24 std im Auto.

 

Eine weitere Monsteretappe stand an. Start war wieder einmal um 6 Uhr, da wir versuchen wollten die 1240 km zum Ayers Rock so gut wie hinter uns zu bringen und ein Stop in Cooper Pedy, der Opal Stadt auf Haber Strecke, noch anstand. Dort angelangt erkundeten wir eine der Unterirdischen Wohnungen sowie die Opaldisplays. 

Gegen 14 Uhr ging es wieder auf die Piste, bis wir 400km vor dem Ayers Rock zum Tanken anhielten. Nach dem (Tank-)Rüssel abschütteln streikte der Startermotor wieder einmal und das mitten im Outback am Roadhouse. Der RAC (ADAC) wollte für das abschleppen für die 300km nach Alice Springs stolze 1500$. Außerdem konnten auch nur 2 mitfahren, der 3 sollte schauen wie er hinterher kommt. Also entschieden wir über Nacht zu bleiben und zu schauen ob mit etwas Glück das Auto am nächsten Morgen wieder anspringt. 

Zu unserem Glück startete das Auto am nächsten Morgen und wir konnten aus eigener Kraft nach Alice Springs fahren, ließen allerdings das Auto selbst bei Stopps immer laufen. 

In Alice Springs angekommen fanden wir ein Ersatzteil das auch gleich eingebaut wurde. Zugleich stellte sich raus das unser Getriebe undicht war. 

Also noch eine Nacht in Alice Springs. 

Die Werkstatt überbrachte uns am nächsten morgen die freudige Hiobs Botschaft, dass nicht nur unser Getriebe, sondern auch der Kühler sabbert wie ein Baby das Pudding sieht. Alles in allem 1300$ mindesten an Reparaturkosten und einen weiteren Tag in Alice Springs. 

Nächstes Drama am heutigen Tag dem 21.6., der neue Startermotor funktioniert nicht mehr. :/ 

Wir mussten also einen zweiten Kaufen für wieder 420$ bis der Garantiefall abgewickelt ist und wir unser Geld für einen Startermotor zurück bekommen. 

Also noch einen Tag in Alice Springs. Ist ja nicht so das wir im Geld schwimmen :D 

 

Vor keiner halben Stunde bekamen wir allerdings den Anruf das es doch nicht am Startermotor liegt und sie den Fehler noch ausfindig machen müssen. Lassen wir uns überraschen was sich morgen rausstellt und wann wir Schluss endlich am Ayers Rock angelangen……… 

 

Nebenbei haben wir natürlich die Zeit genutzt um die Gegend in Alice Springs unsicher zu machen. 

Nach dem Studium des Lonley Planet über Alice Springs kam uns der goldene Gedanke die 'Royal Flying Doctor Service' Basis 250 Meter von unserem Motel entfernt zu besichtigen, Dort schauten wir einen Film über den RFDS an und durchstreiften das Museum. Als zweiter Punkt auf der Tagesordnung stand ein Besuch beim Ursprung der Stadt. Der Telegraphen Station! 

Da wir jedoch kein Auto zu Verfügung hatten mussten die 5 km vom Motel aus, unter großem Protest eines Mitstreiters, zu Fuß zurück gelegt werden. Nach einer Stunde laufen kamen wir endlich an. Während der Besichtigung trafen wir einen australischen Hobbyfunker (der deutsch konnte) und mit uns einen Schnack über das funken, Deutschland und Australien hielt.

Er war nebenher damit beschäftigt die alte Funkstation zum Leben zu erwecken, denn einmal im Jahr werden Morsenachrichten durch Australien geschickt- mit Hilfe der alten Telegraphen Stationen.

 

Des weiteren wurde das ANZAC Denkmal besucht, welches auf einem ''Berg'' über der Stadt schwebt und über den Lions Walk zu erreichen ist. Oben angekommen hat man einen perfekten Blick über die Stadt.

 

Samstag 22.06.2013

 

Nach einer erholsamen Nacht in unserem wunderschönen Motel bekamen wir einen Anruf von der Werkstatt, in der unser geliebter Hilux sich die Zeit im Moment vertreibt. 

Uns wurde die freudige Nachricht überbracht, dass der neue alte Anlasser doch nicht kaputt sei und wir den neuen neuen Anlasser zurück geben sollten. Gesagt getan. Nach der morgendlichen Ritzenpflege machten wir uns auf den Weg zur Werkstatt. Dort nahmen wir den Anlasser in Empfang und liefen die 20 Meter zum Nachbarn um unser Geld wieder einzutreiben ;). 

Da uns Pedro am Vorabend über das Telefon seine Sichtweise des Reisens erklärt hatte (wir sollen genießen und nicht nur über die negativen Dinge berichten) und er gerne mit dem Mechaniker telefonieren möchte, gingen wir, nach dem wir unser Geld erhielten, zurück zur Werkstatt und ließen Pedro mit dem Servicemitarbeiter sprechen. Nach dem Telefonat war Pedro der Meinung, das wir an der richtigen Adresse und in guten Händen sind.

Wir gingen zurück zum Motel und warteten auf den Anruf, dass das Auto fertig sei.

Gegen 12 Uhr erhielten wir jedoch die Nachricht, dass unser Auto erst am Montag fertig wird. Kein Problem, wir verlängerten unser Motel und liefen noch einmal zurück zum Auto um ein Paar mehr Sachen zu holen. 

Als alles organisiert war genossen wir den Tag in vollen Zügen in unseren Bett vor dem TV. Einfach mal wieder richtig ausspannen. :D

Der wichtigste Punkt ist aber unser neu erworbener Reiskocher. Mega geiles Ding für 20$.

 

Sonntag 23.06.2013

 

Ein Tag an dem es keinen Fortschritt am Auto gibt. Der Tag beginnt natürlich wie es sich gehört, wenn man freit hat, erst weit nach 10 Uhr. Als alle soweit waren und wir losziehen konnten war es schon nach 12 Uhr. Der Plan war drei Roller zu mieten und damit durch Alice Springs zu kurven. Da wir am Vortag, im vorbeilaufen, einen Laden sahen, der Roller vermietete gingen wir dort hin zurück. Wo bei uns auffiel, dass es dort gar keine Roller mehr gibt sondern nur noch das Schild. Wir fragten an unserer Rezeption nach, wo wir erklärt bekamen, dass es gar keinen Roller verleih mehr in Alice Springs gibt. Die Planänderung sah erst mal eine Shoppingtour im Woolworths vor. Nach dem wir den Einkauf in unser Zimmer gebracht hatten und eine kleine Verschnaufpause einlegten, machten wir uns auf zu einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt. Die Abendplanung sieht vor, einen Abstecher in den Pub unter unserem Zimmer zu machen und ein bisschen Billard zu spielen.

 

Montag, 24.06.2013

 

Heute sollten wir unser Auto repariert wieder zurück bekommen. Um kurz vor 17Uhr bekamen wir jedoch den Anruf, dass es heute leider doch nicht ganz fertig wird. Das Getriebe, der Kühler und alles sei wieder im Auto eingebaut, aber das neue Erdungskabel am Anlasser muss noch verlegt werden. Also müssen wir uns noch bis morgen um 10 Uhr gedulden. Dem Plan, morgen an den Ayers Rock zu fahren, steht aber dennoch nichts im Wege. Zum heutigen Tag lässt sicher aber nicht viel mehr Schreiben. Waren mal wieder faul und haben unsere Freizeit genossen :D

 

 
Dienstag, 25.06.2013
 
Uns drei German Blockes führt es heute auf direktem Wege zum Ayers Rock. Doch zuvor muss die Rechnung bezahlt werden, für die Reparatur unsres Bockes - Cheeeers..
Einige viele Km vor dem Ziel sieht man schon, was für viele das Ultimo Ihrer Australienreise ist. Wie ein toter Käfer auf der Scheibe erhebt er sich, gigantisch.. Doch für heute heißt es Lager auf schlagen auf dem roten Sandboden des Ayers Rock Resort. 
Nach dem teils frischen, teils erwärmten Abendessen und ein paar gute-Nacht-Bieren ging es ab ins erwärmte Zelt. Unser Heizlüfter gestaltete die Nacht sehr angenehm und das Heineken  verwandelte die poplige, Luft verlierende Luma in ein King size Rosshaar Bett  :)
Der einsetzende Regen ließ allerdings für den anderen Tag keine schönen Schlüsse zu.
 
 
Mittwoch, 26.06.2013
 
Eigentlich hatten wir vor, den Sonnenaufgang vor dem Uluru anzuschauen, doch das schlechte Wetter hielt an und wir blieben glatt liegen. Gegen zehn Uhr sind wir dann mit gepacktem Auto in den National Park gefahren, in dem sich der Uluru und andere große Monolithen befinden. Dreihundert und ein paar Meterchen ragt er aus dem Boden und zwei drittel verstecken sich unter der Erde.. Genug des smartass Gerede, mit kleinen Worten kann man den Giganten eh nicht beschreiben. Schade für jeden, der den Ayers Rock (noch) nicht mit eigenen Augen erlebt hat.
Wir sind einen kleinen Wanderweg entlang gelaufen, vorbei an Höhlen mit Wandmalereien und heiligen Stätten am und im Berg - der Regen blieb uns dabei leider nicht vollständig vom Leib :P
Anschließend fuhren wir weiter, die 50Km zum noch höher ragenden Kata Tutja. Dort bewältigten wir einen Weg der uns tief Schnaufen ließ - um nicht zu sagen hektisch Hecheln.. :D
Wir hoffen dass euch die Bilder ohne weitere große Worte den Atem rauben, so wie uns auch die Luft weg blieb ;)